News 2Presseconmeet schließt die Lücke zwischen Handwerker-App und Konzernsoftware und erhält sechs Millionen Euro für das erste KI-Steuerungssystem in Handwerk und Bau

conmeet schließt die Lücke zwischen Handwerker-App und Konzernsoftware und erhält sechs Millionen Euro für das erste KI-Steuerungssystem in Handwerk und Bau

Kalkulation, Disposition, Baustelle, Kommunikation, Nachträge und Abrechnung auf einer Datenbasis und in Echtzeit: conmeet richtet sich an prozessorientierte Handwerks- und Bauunternehmen von zehn bis mehreren hundert Mitarbeitenden und baut die KI-Funktionen seines Systems mit frischem Kapital weiter aus.

BORKEN, 5. August 2026 – Die Kalkulation läuft in einem Programm, die Zeiterfassung im nächsten, die Baustellendokumentation in einer eigenen App – und die Abstimmung dazwischen in WhatsApp-Gruppen und Teams-Chats, die mit keinem dieser Tools verbunden sind. In vielen Handwerks- und Bauunternehmen ist die Software gewachsen wie der Betrieb selbst: Stück für Stück, ohne gemeinsamen Plan. Die Folge sind doppelte Eingaben, ein Zahlenstand, der im Zweifel Wochen alt ist, und Absprachen, die zwar getroffen, aber nirgends im Auftrag hinterlegt sind.

Genau hier setzt die conmeet GmbH aus Borken an. Das Unternehmen hat nur wenige Monate nach der ersten Finanzierungsrunde eine weitere Finanzierungsrunde über sechs Millionen Euro abgeschlossen, angeführt von den internationalen Investoren Reimann Investors Venture Capital aus München und Smedvig Ventures aus London. Das Kapital fließt unter anderem in die Weiterentwicklung des Systems und den Ausbau des Teams.

Zweieinhalb Jahre Entwicklung vor dem Markteintritt

conmeet wurde Mitte 2023 gegründet und anschließend zweieinhalb Jahre lang eigenfinanziert und im Stealth-Mode entwickelt. Erst danach nahmen die Gründer externes Kapital auf. Statt wie Marktbegleiter früh mit einem reduzierten Funktionsumfang zu starten, entschieden sie sich bewusst dafür, zunächst den vollständigen Prozess eines Betriebs abzubilden – von der Kalkulation bis zum Zahlungseingang.

Beim Markteintritt stand deshalb kein Grundgerüst, das mit den ersten Kunden noch reifen musste, sondern ein durchgängiges System, das den Betriebsablauf bereits in ganzer Breite abbildet. Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend von Software, die über Jahre um einzelne Module ergänzt wurde: conmeet wurde von Beginn an als eine einzige zusammenhängende Anwendung entwickelt. Für Unternehmen bedeutet das, dass Daten nicht zwischen Modulen weitergereicht werden, sondern durchgehend dieselben sind.

Der gesamte Ablauf in einem System

conmeet bündelt die Abläufe eines Unternehmens auf einer einzigen Datenbasis: Projekte, Baustellen, Nachträge, Material, Partner und Subunternehmen, Disposition, Dokumente, Finanzen – und die gesamte Kommunikation dazu. Ein Auftrag durchläuft das System vom ersten Kundenkontakt über Kalkulation, Einkauf und Ausführung bis zum Zahlungseingang, ohne dass Daten zwischen Programmen übertragen werden müssen.

Die Kommunikation ist dabei kein separater Kanal, sondern Teil des Auftrags: Absprachen mit Kunden, Bauleitung, Subunternehmen und Lieferanten werden dort geführt und dokumentiert, wo sie hingehören – am Projekt, an der Baustelle, am Nachtrag. Was besprochen wurde, ist damit nachvollziehbar und nicht in einem Chatverlauf verschüttet.

Für das Unternehmen bedeutet das: Wer im Büro eine Position ändert, ändert sie auch für die Disposition und die Abrechnung. Nachträge werden dort erfasst, wo sie entstehen, und laufen nicht neben dem Auftrag her . Geschäftsführung, kaufmännische Abteilung, Bauleitung und Baustelle arbeiten mit demselben Stand.

Künstliche Intelligenz in den Abläufen, nicht daneben

Architektur und Datenmodell von conmeet sind von Grund auf für den Einsatz künstlicher Intelligenz ausgelegt. Die KI ist damit kein zusätzliches Werkzeug neben der Software, sondern arbeitet direkt in den betrieblichen Abläufen – auf einem Datenbestand, der das gesamte Unternehmen umfasst. Bereits heute übernimmt das Steuerungssystem wiederkehrende Aufgaben automatisch. Künftig sollen KI-Funktionen innerhalb festgelegter Rollen, Freigaben und Budgets selbst tätig werden und ganze Aufgabenketten übernehmen – etwa dann, wenn ein Beleg eingeht oder eine Bestellung ausgelöst werden muss.

„Handwerks- und Bauunternehmen brauchen kein weiteres Tool, sondern ein System, mit dem sie ihr gesamtes Unternehmen steuern können“, sagt Benedikt Kisner, Mitgründer und CEO von conmeet. „Mit KI lassen sich Prozesse nicht nur digital abbilden, sondern intelligent automatisieren und zunehmend eigenständig ausführen. Weil conmeet auf einer gemeinsamen Datenbasis aufbaut, können wir das direkt in den operativen Alltag der Unternehmen integrieren.“

„Unternehmen dieser Größe scheitern nicht an einzelnen Funktionen, sondern an den Übergängen“, sagt Lennart Eckerlein, Mitgründer von conmeet. „Der Bauleiter weiß etwas, das Büro weiß es nicht, und die Abrechnung erfährt es zuletzt. Ein Nachtrag, der auf der Baustelle besprochen und im Chat bestätigt wird, ist betriebswirtschaftlich schlicht nicht existent. Je mehr Baustellen parallel laufen, desto teurer werden diese Lücken – und genau die schließen wir .“

Wachstumstempo bestätigt Marktbedarf

Der Bedarf an durchgängigen Systemen wächst: Fachkräfte sind knapp, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Produktivität, Dokumentation und Nachweisführung. Zeit, die in Doppelerfassung und Abstimmung fließt, fehlt an anderer Stelle.

Gegründet wurde conmeet von Benedikt Kisner, Leandro Ananias und Lennart Eckerlein. Kisner baute zuvor die netgo group mit mehr als 1.300 Mitarbeitenden auf, Eckerlein gründete und führte einen mittelständischen Handwerksbetrieb, Ananias verantwortet als CTO die Plattformarchitektur und das einheitliche Datenmodell des Systems.

„Bau und Handwerk bilden einen großen Softwaremarkt mit sehr spezifischen Prozessen, der sich nicht mit generischen Einzellösungen bedienen lässt“, sagt Samuel Schuler , Managing Director bei Reimann Investors Venture Capital. „conmeet löst diese Probleme mit einem zentralen System und einem Team, das Domain-Expertise aus Handwerk, Unternehmensaufbau und Softwareentwicklung vereint.“


Über conmeet

conmeet ist das zentrale KI-Steuerungssystem für Handwerks- und Bauunternehmen. Das cloud-native, integrierte Steuerungssystem verbindet Auftragsabwicklung, Einkauf, Disposition, Baustellensteuerung, Nachtragsmanagement, Controlling, Banking und Abrechnung auf einer gemeinsamen Datenbasis. Dadurch können Unternehmen ihre gesamte
Organisation in einem System planen und steuern, statt mit fragmentierten Insellösungen zu arbeiten. Architektur und Datenmodell sind von Grund auf für AI-gestützte Automatisierung ausgelegt. conmeet wurde 2023 gegründet und hat seinen Sitz in Borken. Weitere Informationen unter www.conmeet.io.

Über Reimann Investors Venture Capital

Reimann Investors Venture Capital ist ein Venture Capital Investor mit Sitz in München. Der Fonds investiert im DACH-Raum in B2B-Softwareunternehmen in der Frühphase, insbesondere in den Bereichen SaaS, AI und Fintech. Mitglieder der Unternehmerfamilie Reimann, gebündelt in Reimann Investors, sind Ankerinvestoren des Fonds. Weitere Informationen unter www.reimann-investors.com.

Über Smedvig Ventures

Smedvig Ventures ist ein Venture-Capital-Investor mit Sitz in London und Fokus auf europäische B2B-Softwareunternehmen in der Frühphase. Das Unternehmen gehört zur norwegischen Smedvig-Gruppe und investiert in Gründerteams, die neue Softwarekategorien aufbauen. Weitere Informationen unter www.smedvig.com.

Über May Ventures

Gegründet von Maximilian Derpa und Dominik Lohle ist May Ventures eine Frühphasen-Venture-Capital-Gesellschaft mit Sitz in Münster. Das Unternehmen investiert von der Gründungsphase über Pre-Seed bis zur Seed-Runde, mit Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz und B2B-Innovation.

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